Wir wollen Patienten und Patientinnen mit einer Nierenerkrankung
und ihre Angehörigen bestmöglich unterstützen. Im Rahmen
verschiedener Projekte und Kooperationen ermöglichen wir
daher den Zugang zu Experten- und Fachwissen, Informationen
über die Selbsthilfe und unsere Angebote, Erfahrungsaustausch
und Vernetzung sowie einen Projektrahmen für gemeinsame
Aktivitäten zur besseren Aufklärung rund um die Erkrankung.
Unsere Projekte werden von aktiven Vereinsmitgliedern getragen,
die als selbst Erkrankte oder Angehörige von Erkrankten ehrenamtlich
tätig sind, um das Selbsthilfenetzwerk weiter auf- und auszubauen.
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In den Sozialen Medien teilen wir Erfahrungsberichte, Veranstaltungs.
tipps, Veröffentlichungen, und mehr.
Lebendiges Vereins leben fördert
die soziale Gemeinschaft
In Deutschland leiden schätzungsweise rund 9 bis 10 Millionen
Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung (CKD), wobei
viele Fälle unerkannt bleiben. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind
von fortgeschrittenen Nierenschäden betroffen, und rund 86.000
bis 100.000 Patienten benötigen eine Dialyse (Nierenersatztherapie)
Für Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankungen oder einem
plötzlichen Nierenversagen bleibt nur die lebenslange Dialysebe-
handlung oder eine mögliche Transplantation eines Spenderorganes.
Um den Körper von Wasser und eingelagerten Giftstoffen zu befreien,
müssen die Betroffenen mehrmals pro Woche, mindestens 3-mal
wöchentlich zur Dialysebehandlung in einem Dialysezentrum.
Dank des hohen Standes der Medizintechnik ist das Leben der
Dialysepatienten erträglicher geworden und die Lebenserwartung
gestiegen.
Die Prävention von Nierenkrankheiten hat damit nicht nur eine
persönliche Dimension, die einzelnen Betroffenen viel Leid ersparen
kann, sondern auch eine gesellschaftliche: Neben den ökonomischen
Aspekten spielen auch zunehmend ökologische eine Rolle.
Der geschätzte Verbrauch für die Behandlung von weltweit 2 Millionen Dialysepatientinnen und -patienten pro Jahr beläuft sich auf 156 Mrd.
Liter Wasser, 1,62 Mrd. kWh Stromverbrauch und führt zu 625.000
Tonnen Plastikmüll.
Warum kommt es zu einer sozialen Isolation.
Sorgen um die Zukunft, Arbeit, Familie durch die Erkrankung.
Für soziale Kontakte steht weniger Zeit zur Verfügung,
Dialyseanwendungen sind zeitaufwendig und schwächen den Körper.
Die Angst vor einem negativen Krankheitsverlauf steigt, die Sorgen
um die Zukunft nehmen zu, ebenfalls erhöht sich das Risiko für
Depressionen.
Gerade Dialysepatienten müssen Aufgrund ihrer Erkrankung viele
Einschränkungen hinnehmen, um nur einige zu nennen Arbeitsun-
fähigkeit, reduzierte Belastbarkeit, Umstellung bei der Ernährung,
Trinkverhalten anpassen und die Reisefähigkeit wird erheblich einge-
schränkt. Die führt zu massiver Veränderung im täglichen Alltag.
Gerade hier spielen die sozialen Faktoren eine wichtige Rolle,
man zieht sich aus Scham oder Unsicherheit zurück. Man hat das
Gefühl, anders zu sein und im Umfeld fehlt das Verständnis zur
Erkrankung.
Die Folgen daraus können sein, eine Verschlechterung der
psychischen Gesundheit, eine geringere Lebensqualität, eine
Verstärkung der körperlichen Symptome und daraus kann eine
soziale Isolation entstehen.
Gute Treffen drehen sich um: Ernährung bei Nierenerkrankungen,
Umgang mit Dialyse und der Wartezeit auf eine mögliche Transplantation
Dazu ist es notwendig Patiententreffen vor Ort zu organisieren, Informations-
material bereitzustellen und Kontakte zu den betroffenen herzustellen.
Die digitale Vernetzung ist ein wichtiger Aspekt für einen Austausch
zu jeder Zeit, um auch überregional mit den Betroffenen sehr schnell in
Kontakt zu treten.
Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist die Einbindung
in die sozialen Netzwerke wichtig, wir gewährleisten damit einen regel-
mäßigen Austausch und können Fragen kurzfristig beantworten.
Dabei geht es auch darum die unterschiedlichen Bedürfnisse zu
bündeln und allen Patienten gerecht zu werden. Wir haben Dialyse.
patienten, Transplantierte, junge Betroffene und Angehörige.
Wichtig ist auch für uns, die Angehörigen aktiv mit einzubinden und
die notwendigen Informationen zu geben.
Was können wir als gemeinnütziger ehrenamtlicher Verein beitragen
Als Verein bieten wir eine Plattform, wo sich betroffene mit anderen
Betroffenen über ihre Erkrankung austauschen können und wir stellen
damit die sozialen Kontakte her.
Eine Hilfestellung gegen eine mögliche soziale Isolation sind die regel-
mäßigen Stammtische und Veranstaltungen der Selbsthilfegruppen
sowie des Landesverbandes.
Wir wollen Menschen zusammen bringen mit krankheitsbedingten
Erfahrungen, psychischen Belastungen oder der Bewältigung von
Lebenskrisen. Austausch mit Betroffenen organisieren und das Gefühl
vermitteln „Ich bin nicht allein“.
Unterstützung geben zu Bewältigung der anstehenden neuen Heraus-
forderungen.
In Selbsthilfegruppen mit Betroffenen offen über die Erkrankung
reden und gesammelte Erfahrungen austauschen. Wir bieten Hilfe an
mögliche Ängste zu überwinden und Stresssituationen zu meistern.
Menschen mit Nierenerkrankungen zu vernetzen ist besonders wertvoll,
weil sie oft langfristige medizinische und emotionale Unterstützung brauchen.
Wir bieten einen Austausch auf Augenhöhe, emotionale Unterstützung
und praktische Tipps aus eigener Erfahrung von Betroffenen und einen
Weg aus der krankheitsbedingten Isolation aufzeigen.
Tag der Organspende 7.Juni 2025 Anger Erfurt
33. Dialysefachtagung 2025
Tag der Organspende 2024
Verleihung der "Thüringer Rose" 2024
Die Verleihung der "Thüringer Rose" an
Dr. Meinig auf der Wartburg
Doktor Torsten Meinig (58 Jahre) ist
Anästhesist und seit 1999 Oberarzt
am Helios Klinikum Erfurt.
Neben seiner regulären Tätigkeit übernimmt
er auch Aufgaben als Transplantationsbe-
auftragter und ist damit wichtiger Ansprech-
partner für die DGFG Koordinatoren.